Doch was aus der Not geboren wurde, funktionierte erstaunlich gut. An einem einzigen Tagmusste der Regisseur seine Darsteller finden und sie dazu motivieren, bei FEUERHERZ mitzumachen. Er fand die geeigneten Darsteller ausgerechnet in einem Flüchtlingslager der UNCHR in Kakuma im Norden von Kenia, wo auch viele Eritreer und Äthiopier untergebracht sind. „Es war ein Tag, an dem auf beiden Seiten der Abstand zwischen den unterschiedlichen Welten gelöscht wurde. Plötzlich standen sich da nur Menschen gegenüber, nicht Flüchtlinge und Filmemacher. An diesem Tag sind Beziehungen entstanden, die lange Jahre anhalten werden“, erinnert sich Luigi Falorni. Doch nun mussten diese neuen Darsteller in Deutschland von der Produktion abgesegnet werden. Falls jetzt ein Zögern gekommen wäre, wäre das das definitive Aus für das Projekt gewesen, das war Falorni klar.