Die Rolle der Linda zeigt laut Drehbuch eine an der Oberfläche perfekte Frau, ihre scheinbar solide Ehe… und darunter, dass es dieser Frau nicht nur gut geht.
Konkret antwortet Linda auf die Frage ihrer Freundin Christine „Warum gehst du nicht raus?“ „Meinst du, ich soll wieder von vorne anfangen?“. Vielleicht denkt sie sich, sie schafft es nicht, loszulassen. Und fragt sich, ob sie den Mut dazu hat, wieder von vorne anzufangen. Warum soll sie auf das Geld ihres Mannes verzichten, das Shoppen, die Gucci-Kleider…?
Die beiden Frauen sind durch diesen Urlaub gegenseitige Auslöser für eine geänderte, völlig neue Form ihres jeweiligen Lebens. Warum spricht Linda gerade in diesem Urlaub die Liaison von Christine mit Lindas Ehemann Martin an? Etwas zu wissen und fünf Jahre nichts zu sagen, das ist schon eine lange Zeit. Die Figur der Linda mit ihrer Offenheit ist ein Auslöser für die Enttarnung dieses Vierer-Geflechts.
Der Titel „42plus“ bedeutet das Alter 42 und die Jahre die darüber hinaus kommen werden und die Unsicherheit, die das in den Personen gedanklich auslöst. Der Titel gefällt mir schon deshalb, weil ich neugierig geworden bin, was damit gemeint ist – eine Straßenbezeichnung oder..? Er drückt aus, worum es in unserem Alter und in dieser Generation geht, wenn die klassische Krise eintritt.
Regisseurin Sabine Derflinger war bei den Dreharbeiten sehr behutsam und ich konnte ihr vertrauen. Ich wusste, dass sie alles wahrnimmt, das war wunderbar, denn sie hat Fehler gesehen und zugleich erkannte sie, wenn etwas auf dem richtigen Weg war.