Schon der Begriff „St. Trinian’s“ beschwört bei vielen einen bestimmten Look und eine ganz spezielle Lebensstimmung herauf. Das Bild von wild gewordenen Schulmädchen, die trotz Schuluniform ihr eigenes Erscheinungsbild bestimmen und sich nichts vorschreiben lassen, wird von jeder neuen Generation wieder begeistert aufgenommen. Genau dieses Thema versuchten sich auch Thompson und Parker zunutze zu machen, als sie die klassische Optik der Vorlage modernisierten. Während diese ursprünglich vor allem von Rattenschwänzchen, Zigaretten und rücksichtsloser Unbekümmertheit verkörpert wurde, besuchten die Regisseure für ihre Neuinterpretation während der Recherchephase einige Schulen, um eine wirklich glaubwürdige Darstellung heutiger Schulmädchen zu gewährleisten.
„Durch unsere Besuche an den Schulen konnten wir uns in die Mädchen von heute hineinversetzen und bekamen einen Eindruck davon, über welche Bands sie sich unterhielten, welche Cliquen es gab und wie sie sich ausdrückten“, berichtet Parker. Es war genau dieser Einblick in ihre Zielgruppe, nach dem Parker und Thompson gesucht hatten, um tatsächlich einen Film zu schaffen, der nicht nur langjährige „St. Trinian’s“-Fans, sondern auch ein junges und modernes Kinopublikum ansprechen würde. Außerdem verdankten sie dieser Recherche vor Ort auch die verschiedenen Cliquen wie die Emos, Chavs, Trustafarians, Geeks oder Posh Totties, denen die Mädchen im Film nun angehören.
Allen aus diesen Grüppchen und Cliquen war eines wichtig: dass die Mädchen in den Hauptrollen als klug und stark porträtiert werden. „Die Mädchen in St. Trinian’s sind immer unabhängig, selbständig und haben alles unter Kontrolle“, versichert Thompson. „Sie haben keine Angst, auszusprechen, was sie denken und legen Regeln gerne auch mal großzügig aus, um ihren Willen durchzusetzen.“