Die Dreharbeiten fanden in der Gegend von Nashville und Los Angeles statt. In der Nähe von Nashville entstand die fiktionale idyllische Kleinstadt Crowley Corners. Los Angeles sollte ganz im Zeichen des „California Dreams“ stehen – Malibus und Santa Monicas Strände, das glamouröse Beverly Hills, ein Stadionkonzert im Forum.
„Wir wollten den Film toll bebildern, haben uns ganz nach den Locations gerichtet“, sagt Chelsom. „Im ersten Teil geht es ausgesprochen hektisch zu, schnell, schnell, ohne Pause und Atemholen, denn so sieht Mileys Leben als Hannah Montana/Miley Stewart in Los Angeles nun mal aus. Es ist wild und verrückt. In Tennessee ändert sich dieser Rhythmus total, und damit auch die Bilder. Alles ist viel gemächlicher, weiter, offener. Man sieht den Horizont, den Himmel, die Landschaft.“
Den Darstellern half es sehr bei ihrer Rollenfindung, raus aus dem TV-Studio und an die Originalschauplätze zu kommen.
„HANNAH MONTANA – DER FILM spielt in einer ganz anderen Liga“, sagt Jason Earles, der im Film und in der Serie Mileys Bruder verkörpert. „Es ist doch völlig klar, dass es einen großen Unterschied macht, ob wir in einem TV-Studio eine Sitcom drehen oder in der realen Welt an wunderschönen Orten einen Film mit tausenden von Statisten. Der Film ist groß in jeder Hinsicht, kommt aber immer wieder auf das Wesentliche zurück: Familie und Freunde und unsere Beziehungen zueinander.“
Zu den zahlreichen Locations in und um Nashville gehörten das Hotel Hermitage, der Maury Airport, die Franklin Highschool, die Vanderbilt University, Rutledge Falls, Smiley Hollow, Leiper’s Fork und der Belks Department Store in Cool Springs.
Als einer der Hauptdrehorte, Grandma Rubys Farm, diente eine 80-Hektar-Ranch südlich von Nashville, nur ein paar Kilometer von der Cyrus-Familienfarm entfernt.
Als die Filmemacher auf die Ranch stießen, die sie schließlich zu Rubys Farm umbauen sollten, stand das Haus leer und war baufällig. Es musste aufwändig renoviert und eingerichtet werden. Produktionsdesignerin Caroline Hanania verwandelte das fast einhundert Jahre alte Gebäude in ein einladendes, gemütliches Heim im wunderschönen Tennessee. Margo Martindale (Grandma Ruby) sagte, das Haus habe ihre Performance sehr beeinflusst.
„Anfangs stand es leer und Caroline hatte nur ein paar alte Tapeten angebracht“, erinnert sie sich. „Als ich einige Tage später zum Dreh erschien, wirkte es auf mich, als beträte ich das Haus meiner eigenen Großmutter. Wunderschön ausgestattet bis ins kleinste Detail, selbst die Schränke, die nie eine Kamera von innen gesehen hat. Es gab einen vollständig eingerichteten Handarbeitsraum, einen Raum, in dem ich Pflanzen eintopfen konnte. Ich brauchte in dem Haus nur herumzugehen und wusste alles über die Figur, die ich spielen sollte.“
Weitere Dreharbeiten fanden in dem nahegelegenen Columbia, Tennessee statt, dessen historisches Stadtviertel als Stewarts fiktionaler Heimatort Crowley Corners herhalten musste. Columbias Gerichtsgebäude diente als Rathaus von Crowley Corners, wo eine der aufwändigsten Slapstick-Sequenzen des Films spielt: In Windeseile muss Miley zwischen einem Dinner beim Bürgermeister und ihrem Date mit Lucas in einem romantischen italienischen Lokal um die Ecke hin und her rennen – und dabei ständig die Outfits von Hannah zu Miley und zurück wechseln.
In Columbia entstand auch die Sequenz, in der Miley und ihre Großmutter Ruby auf dem Markt Wassermelonen, Kürbisse und Marmelade verkaufen. Als Miley Oswald sieht, den Paparazzo aus Los Angeles, der sie bis nach Crowley Corners verfolgt hat, beschließt sie, ihm eins auszuwischen. Bei der folgenden Action-Sequenz, die mit Stunts und Effekten gespickt ist, spielen eine verteufelt scharfe Sauce, ein architektonisches Modell, 300 kg Walnüsse und ein flotter Irish Jig wichtige Rollen.
Ein weiterer entscheidender Drehort in Tennessee war Smiley Hollow, ein rustikaler Bauernhof nördlich von Downtown Nashville. Eingebettet in die sanften Hügel von Goodlettsville, bot Smiley Hollow die perfekte Kulisse sowohl für die Open-Air-Konzertszenen als auch die Supper-Club-Musik- und -Tanznummern. Zwei Wochen dauerte es, bis Produktionsdesignerin Hanania und ihre Crew die beiden Sets hergerichtet hatten. Dazu gehörte die Scheune, die als Meadows-Hall-Supper-Club diente und in der Robby Ray, Miley und Taylor Swift während des Fundraisings auftreten, um Crowley Meadows vor dem Baulöwen (Barry Bostwick) zu retten.
Vor der Meadows Hall befand sich das von Bäumen umgebene Gelände, auf dem die Szenenbildner die Crowley-Meadows-Farm errichteten, den Ort der „Save the Meadows“-Geldsammelaktion.
Sie errichteten eine Scheune inklusive Wasserrad, die Konzertbühne, diverse Jahrmarktsbuden und Fahrgeschäfte. Über 2 000 Statisten bevölkerten den Platz, auf dem Hannah/Miley Stewart einige Songs spielt, darunter „Rock Star“, „The Climb“ und „You’ll Always Find Your Way Back Home“.
Die entlegendste Tennessee-Location war Rutledge Falls. Nach einer zweistündigen Autofahrt und einer Wanderung erreichten Cast und Crew den versteckten Wasserfall, an dem Miley und Travis picknicken und schwimmen gehen. „Es gab ziemlich lange Gesichter bei den Crewmitgliedern, als ihnen klar wurde, wie weit sie das Equipment schleppen mussten, um dorthin zu gelangen“, erinnert sich Chelsom. „Doch wenn man jetzt die Szenen sieht, hat es sich mehr als gelohnt. Sie sind absolut spektakulär.“