Nachdem Cédric Klapisch mit Filmen wie „L’Auberge Espagnole – Ein Jahr in Barcelona“ und „Wiedersehen in St. Petersburg“ in den vergangen Jahren international Furore gemacht hat – Filmen, die außerhalb von Frankreich angesiedelt waren –, wendet er sich in SO IST PARIS dezidiert seiner Heimat zu. Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass er seinen Horizont verkleinert, im Gegenteil: Sein neuer Film entfaltet die atemberaubend komplexe Welt einer modernen Weltmetropole, in der Altes und Neues, Großartiges und Banales nebeneinander besteht und durch die sich täglich Millionen von Menschen mit den unterschiedlichsten Zielen, Gedanken, Sehnsüchten und Wünschen bewegen. Entstanden ist ein schillerndes, unterhaltsames Porträt des modernen Paris und ein Blick wie durch ein buntes Kaleidoskop auf ihre Bewohner.
Mithilfe von zehn Figuren, die für je unterschiedliche Aspekte des Lebens in dieser Stadt stehen, fächert Klapisch eine Vielzahl von Milieus auf, die er in einen – wenn auch lockeren – Zusammenhang stellt. Der Regisseur sieht seinen ebenso kühnen wie gelungenen Zugriff selbst als das Ergebnis eines Reifungsprozesses und beschreibt im Interview, dass er hier viele der Themen, die in seinen vorhergehenden Filmen schon anklingen, wieder aufgreift und zusammenführt. Vielleicht sind es gerade seine Auslandserfahrungen, die es ihm ermöglichen, einen neuen, frischen Blick auf „sein“ Paris zu entwickeln, das Vertraute mit neuen Augen zu sehen, so wie er im Fremden einiges Vertrautes entdecken konnte.