Donnerstag | 31. Mai 2012 | 21:04 Uhr
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  • Lippels Traum

    Abenteuer, Familie | Deutschland 2009
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      • | Über die Produktion

      • Am 25. März 2008 begannen im marokkanischen Ouarzazate die Dreharbeiten zu LIPPELS TRAUM, dem neuen Kinofilm der collina filmproduktion aus der Feder von Paul Maar und Ulrich Limmer. Die erwachsenen Rollen spielen die deutschen Stars Moritz Bleibtreu, Christiane Paul und Anke Engelke. Der bekannte deutsche Comedystar schlüpfte hier in die Rolle der unsympathischen Frau Jakob, die Lippels Vater vor den Traualtar schleifen will. Den Sympathieträger Engelke so „gegen den Strich“ zu besetzen, bereitete Produzent und Autor Ulrich Limmer diebische Freude, zudem hatten die beiden bereits für Limmers FRECHE MÄDCHEN zusammen gearbeitet: „Verbindet man mit Anke Engelke eine niederträchtige Haushälterin? Oder eine böse Tante? Nein, natürlich nicht. Sie ist eine großartige Komödiantin, eine ungemein sympathische Frau. Umso interessanter ist es mitzuerleben, zu welch hinterhältigen Boshaftigkeiten diese Figur fähig ist, die sie spielt. Ein Wolf im Schafspelz ist allemal spannender als ein „Schaf im Wolfspelz.“
        Moritz Bleibtreu spielt den Vater des jungen Lippels. Eine Premiere in zweierlei Hinsicht: erstmals spielt er einen Vater eines halbwüchsigen Kindes und erstmals in einem Familienfilm.

        Als Gäste sind in LIPPELS TRAUM außerdem Uwe Ochsenknecht, Eva Mattes und Edgar Selge zu sehen. Die jugendlichen Hauptrollen spielen Karl Alexander Seidel (HÄNDE WEG VON MISSISSIPPI), Amrita Cheema und Steve-Marvin Dwumah (NEGER, NEGER, SCHORNSTEINFEGER).

        Regie führte Lars Büchel (JETZT ODER NIE, ERBSEN AUF HALB SECHS), für Ulrich Limmer schon jetzt ein Glücksfall hinter der Kamera, obwohl der Film die erste Zusammenarbeit der beiden darstellt: „Ich wurde auf Lars Büchel aufmerksam durch JETZT ODER NIE“, erinnert sich Ulrich Limmer. „Über das Projekt LIPPELS TRAUM haben wir bereits vor anderthalb Jahren gesprochen. Lars arbeitet sehr klar und strukturiert und er ist der richtige Regisseur, um auch die Bildergewalt unserer Traumwelt richtig zu transportieren. Er beherrscht die Gratwanderung zwischen Spannung und augenzwinkerndem Witz.“

        Denn Träume und die erlösende Kraft der Poesie spielen eine große Rolle in LIPPELS TRAUM. Der Träumer Lippel ist niemand, der die Realität nicht bewältigt und sich ihr deshalb im Traum entzieht. Lippel lernt im Gegenteil durch seinen Traum wie er sich in der wirklichen Welt besser zurecht findet. Ulrich Limmer betont, dass „Träume helfen. Träume zeigen verborgene Möglichkeiten auf. Lippel träumt sich die Welt nicht schön, sondern er lernt in seinen Träumen, wie er das Leben meistern kann.“ So real der Effekt ist, den Lippels Traumwelt auf sein Leben in Passau hat, so märchenhaft ist die Traumwelt selbst. Die Wahl fiel nicht zuletzt deshalb auf den renommierten Drehort Ouarzazate, weil in dem marokkanischen „Klein-Hollywood“ bereits Epen wie HIDALGO und Ridley Scotts KÖNIGREICH DER HIMMEL sowie opulente Bibelverfilmungen entstanden sind, in denen ebenfalls das Morgenland zum Leben erweckt wurde. In den Kulissen vor Ort ließ LIPPELS TRAUM seine ganz eigene orientalische Traumwelt auferstehen, die an die Märchenwelt der Geschichten aus 1001 Nacht erinnert: „Wir sind nicht um historisch korrekte Darstellung bemüht“, erläutert Ulrich Limmer das Konzept, „sondern zeichnen das märchenhafte Abbild des Orients, das wir Europäer von der arabischen Welt des Mittelalters besitzen.“ Ein Kernelement der orientalischen Welt, das Thronzelt des Herrschers, war in der geforderten, majestätischen Pracht selbst in Marokko nicht zu finden. Es entstand deshalb im Studio in München, und wurde digital in den Orient versetzt, ebenso wie auch dem laut Drehbuch aufziehenden Sandsturm die nötige Gewalt am Computer verliehen wurde. Weitere Motive der 40tägigen Dreharbeiten entstanden in einer alten Gießerei im Münchner Stadtteil Perlach und in Passau.

        LIPPELS TRAUM entstand in Koproduktion mit Universum Film, dem Bayerischen Rundfunk, der B.A. Produktion und der Hamburger Produktionsfirma element e. Die Produktion wurde gefördert vom FilmFernsehFonds Bayern, der Filmförderungsanstalt Berlin, der Filmförderung Hamburg / Schleswig-Holstein und dem Deutschen Filmförderfonds.

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