Donnerstag | 31. Mai 2012 | 21:14 Uhr
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    Komödie, Romanze | USA 2009
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      • Ein typischer Morgen in einer typischen US-Kleinstadt: Mutter Sandy (Catherine Zeta-Jones) bringt die Kinder zur Schule und kümmert sich anschließend um den Haushalt. Aber die attraktive 40-Jährige ist alles andere als eine typische Hausfrau: Sie hört gern laut Musik, hat eine Vorliebe für den Sportkanal und mit Computern kennt sie sich auch bestens aus. So kommt es, dass Sandy auf dem Familienrechner einen wohl eher versehentlich aufgenommenen Filmclip entdeckt, der keineswegs die Karaoke-Show auf der Geburtstagsparty ihres Sohnes, sondern vielmehr ihren Mann (Sam Robards) in eindeutig nicht jugendfreier Aktion mit der Nachbarin zeigt. Schlimmer noch, Sandy war zu diesem Zeitpunkt mit den Kindern im Nebenzimmer und lieferte mit ihrem gelungenen Tina Turner Auftritt die passende Background Musik: „What’s love got to do with it?“

        3 Wochen später: Sandys bisher so beschauliches Dasein gehört mit einem Schlag der Vergangenheit an. Sie hat die Scheidung eingereicht und unverzüglich einen Tapetenwechsel in Angriff genommen. Die Kids werden mit Sack und Pack ins Auto verfrachtet und ab geht’s nach New York in ein neues Leben! Dort lebt ihre alte Freundin Daphne (Kate Jennings Grant) und in der Großstadt gibt es bestimmt auch einen passenden Job für eine ehemalige Hausfrau. Aber zunächst muss eine neue Bleibe für Sandy, Sadie (Kelly Gould) und Frank Jr. (Andrew Cherry) gefunden werden. Eine Immobilienanzeige führt die Familie in einen Coffee Shop, dessen Besitzer oben im Haus ein Apartment zu vermieten hat. Hier arbeiten der sympathische Aram (Justin Bartha), der gerade seiner frisch gescheiterten Liebe nachtrauert, und der vorlaute Mitch (Rob Kerkovich), der sich Sandy sofort für eine Wohnungsführung aufdrängt.

        Nach erfolgreicher Wohnungsfindung braucht Sandy als nächstes einen Job. Trotz hervorragendem College-Abschluss im Fach Publizistik hat sie seit der Geburt der Kinder nicht mehr gearbeitet. Allerdings hat sie in dieser Zeit akribisch eigene Sportstatistiken geführt, verfügt dank täglichem TV-Studium über umfangreiches Wissen in den unterschiedlichsten Ballsportarten und hegt eine große Leidenschaft fürs Boxen. Insofern liegt es nahe, sich bei ihrem Lieblingssportkanal SNN zu bewerben, bei dem gerade jemand zur Faktenrecherche gesucht wird. Dank ihres Organisationstalentes und ihrer penibel geführten Tabellen bekommt Sandy den Job beim Sender tatsächlich, sodass ihr nach Meinung ihrer Freundin Daphne jetzt nur noch ein neuer Mann zum Glück fehlt. Zumindest ist Daphne der Ansicht, dass es nun an der Zeit für Sandy sei, mal wieder flachgelegt zu werden. Schließlich könne eine betrogene Ehefrau die schmerzhafte Trennung vom Ex erst dann für erfolgreich überwunden erklären, wenn sie bereit für einen neuen Lover ist. Aber wer käme dafür in Frage? Der süße Typ aus dem Coffee Shop vielleicht? Aber nein, der ist doch noch ein halbes Kind. Dann doch lieber ein erfahrener Chiropraktiker, empfiehlt Daphne aus eigener Erfahrung. Sie könnte da ja mal ein Date für Sandy arrangieren...

        Aber das Leben in der Großstadt birgt auch so manche Tücken. Als Sandy und die Kinder auf dem Schulweg mit einem Exhibitionisten konfrontiert werden, beschließt die geschockte Mutter, zukünftig besser auf derartige Sittenstrolche und andere Bösewichter vorbereitet zu sein. Ein Selbstverteidigungskurs im nahegelegenen Frauenzentrum erscheint dabei die beste Therapie. Was Sandy jedoch nicht ahnt: Erst kürzlich hat der nette Barista von nebenan dort einen neuen Job angenommen. Schließlich hat Aram auf dem College an einigen Frauenrechtsseminaren teilgenommen und würde anstelle seines bisherigen Aushilfsjobs lieber etwas tun, das mit seinem Abschluss in Soziologie eher in Verbindung steht als Getränke ausschenken. Das wünschen sich auch seine Eltern, denn seitdem Aram von seiner französischen Blitzehefrau vor die Tür gesetzt wurde, da sie weniger an ihm als vielmehr an einer Greencard interessiert war, musste er wieder in sein altes Kinderzimmer einziehen. Als ob das nicht schon demütigend genug ist, muss sich der vom Schicksal so arg gestrafte junge Mann nun auch noch in ein Sumo-Ringer-Kostüm zwängen, um sich von wildgewordenen Feministinnen verprügeln zu lassen. Ganz so hatte er sich den neuen Job nicht vorgestellt. Aber die Übungen mit dem lebendigen Punchingball seien nicht nur ein gutes Training für die Selbstverteidigungsgriffe sondern auch ein wichtiger Teil der Frustrationsabbau-Therapie, erklärt die Kursleiterin den versammelten Frauen und dem inzwischen immer blasser werdenden Aram. Und so kommt es, dass Sandy ihrem angestauten Zorn auf ihren Ex-Mann freien Lauf lässt bzw. den ganzen „Ozean ihrer Wut“ mittels einer Prügelattacke auf den armen Aram ausschüttet. Und die Beschimpfungen, die sie ihm dabei an den Kopf wirft, verursachen nicht nur Sandys verdutzten Kindern rote Ohren.

        Am nächsten Tag ist Sandy ihr Ausraster so peinlich, dass sie Aram ein Wiedergutmachungsgeschenk in den Laden bringt, denn viel zu spät hatte sie bemerkt, dass der Mann in der unförmigen Plastikpelle kein anonymer Perverser, sondern ausgerechnet der nette Junge aus der Nachbarschaft ist. Und der kann ja nun wirklich nichts dafür, dass ihr Ex-Mann so ein „verf... Drecksack“ ist. Aber Sandy hat auch noch ein anderes Anliegen: Weil Aram sich offensichtlich so gut mit den Kindern versteht und einen so überaus vertrauenswürdigen Eindruck macht, könnte er doch vielleicht als Babysitter einspringen, am besten gleich am Donnerstag. Da hat Mutti nämlich ein Date, verrät die vorlaute Sadie. Aha. Der etwas überrumpelte Aram kann gar nicht anders als zusagen, und nun, da das geklärt ist, steht der vielversprechenden Verabredung mit dem von Daphne so vollmundig angepriesenen Chiropraktiker nichts mehr im Wege.

        Das Kleid sitzt, Frisur und Make-up ebenfalls, da steht Aram auch schon vor der Tür, um die Kinder zu übernehmen, die zwar ein wenig aufmüpfig auf ihren neuen Aufpasser reagieren, aber er werde es schon schaffen, versichert Aram der zunehmend nervösen Mutter. Sandy hat nun doch ein wenig Bedenken, ob sie überhaupt schon bereit für ein Date ist, aber der gutaussehende Trevor (John Schneider) macht schließlich einen ganz adretten Eindruck. Im Laufe des Abends ermüdet Sandy allerdings zunehmend ob seines selbstgefälligen Geschwafels und schaut dabei immer tiefer ins Glas. Leicht beschwipst steigt sie schließlich mit Trevor ins Taxi. Doch bevor er sie daheim absetzt, will der selbstgefällige Casanova selbstverständlich noch ein wenig an Sandy herumfummeln, denn so gehört es sich logischerweise für ein aus seiner Sicht erfolgreiches Date. Dass Sandy auf diese Spielchen gar keine Lust hast, bemerkt er erst, als sie halb lachend und halb erbost aus dem Auto flüchtet. Das war dann wohl ein totaler Flop!

        Und auch Aram hat es derweil nicht leicht mit den Kids. Anfangs hatten sie zwar noch viel Spaß zusammen, aber als Frank Jr. plötzlich übel wird und er sich zu allem Überfluss auch noch über seine Schwester erbricht, muss Aram dem Chaos Einhalt gebieten und die Kinder trotz aller Widerworte ins Bett schicken. So liegt er völlig erschöpft auf der Couch, als die inzwischen sturzbetrunkene Sandy zur Tür herein torkelt, sich ihres unbequemen Kleides entledigt und sich - völlig in ihr Selbstgespräch vertieft - noch einen weiteren Drink reinschüttet. Zu gern würde er sich einfach unbemerkt aus der Wohnung schleichen, aber da bezieht ihn Sandy auch schon unbeirrt in ihren Monolog mit ein. So ergreift Aram lieber schnellstens die Flucht und kassiert seinen Babysitterlohn ein andermal.

        Am nächsten Morgen stürmen die Kinder ganz aufgeregt in den Coffee Shop. „Mama ist tot!“, brüllt Frank Jr.. Und tatsächlich, oben in der Wohnung findet Aram die völlig derangierte Sandy reglos im Bett vor. Aber er ahnt natürlich sofort, was da los ist und versucht sie sanft aus ihrem komatösen Schlaf zu wecken. Klar, dass Sandy da zu allem Überfluss die völlig falschen Schlüsse zieht, als sie stöhnend und mit einem Riesenkater wieder ins Leben zurückkehrt. Ohhh mein Gott! Hat sie etwa mit dem Babysitter geschlafen? „Nein, nein, alles in Ordnung“, beruhigt Aram sie und sorgt erst mal dafür, dass die Kinder in die Schule kommen.

        Nach diesem etwas verunglückten Einstieg passt Aram fortan regelmäßig auf die Kinder auf, damit Sandy sich voll und ganz auf ihren neuen Job konzentrieren kann, bei dem sie schnell Fortschritte macht und immer anspruchsvollere Aufgaben zugeteilt bekommt. Bei ihrem blendenden Aussehen wäre sie schließlich auch bestens für die Arbeit vor der Kamera geeignet, befindet zumindest Aram, der hinter Sandys oft so chaotischer Tollpatschigkeit eine äußerst sensible und überaus sinnliche Frau erkennt, wobei der Altersunterschied zwischen ihnen überhaupt nicht ins Gewicht fällt. Nur Sandy sträubt sich anfangs noch dagegen, hinter Arams aufmerksamer, liebenswürdiger Art mehr als nur gute Freundschaft zu sehen. Aber Aram gibt so schnell nicht auf, und so ist es bald nur noch eine Frage der Zeit, bis Sandy endgültig seinem jugendlichen Charme erliegt. Aber welche Zukunft kann eine solche Beziehung überhaupt haben?

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