FILMDETAILS | Die Reise des chinesischen Trommlers
Die Reise des chinesischen Trommlers
Drama
| Deutschland / Hongkong / Taiwan 2007
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| Produktion: Die Darsteller
Entscheidend für den Film war, dass die echten Trommler von U-Theatre sich selbst oder eine fiktive Version von sich selbst spielen, da keiner sie spielen konnte. Deshalb war es für den Regisseur und die Produzenten eine große Herausforderung, Darsteller zu finden, die zu den Hauptrollen passten, sie mit Leben füllten und die mit professionellen Trommlern so umgehen konnten, als wären sie wirklich ein integraler Teil der Künstler-Truppe.
Jaycee Chan als Sid
Als Sohn einer der beliebtesten Ikonen des Hongkong-Kinos hat Chan in den Fußstapfen seines Schauspieler-Vaters, Jackie Chan, viel zu beweisen. In den vier Jahren seit seinem großen Debüt auf der Leinwand hat Chan sich als einen vielseitig einsetzbaren Darsteller erwiesen. Er ist zugleich ein erfolgreicher Musiker und nominierter Schauspieler, der im jungen Alter von 23 Jahren einwandfrei Mandarin und Kantonesisch beherrscht.
»Ich habe mich riesig gefreut, dass mir die Hauptrolle in DIE REISE DES CHINESISCHEN TROMMLERS angeboten wurde. Es ist eine Ehre mit so vielen preisgekrönten Schauspielern und Schauspielerinnen zu arbeiten und mit einem Regisseur, der mit solcher Leidenschaft sein Filmprojekt vorantreibt.«
Der Regisseur hatte Chan von Anfang an im Auge, da er einen soliden und sensiblen Schauspieler brauchte, der nicht gehemmt war, Sid zu spielen. »Jaycee ist ein sehr natürlicher Schauspieler; er ist nicht befangen oder beschäftigt damit, wie er auf der Leinwand aussieht. Er beschäftigt sich nur mit dem Moment«, erklärt Bi. »Es war ein Vergnügen zu beobachten, wie dieser junge Mann sich vor meinen Augen veränderte, als Figur und als Mensch.« »Sid ist ein Charakter der keine sozialen Grenzen kennt«, beschreibt Chan seine Rolle. »Er ist nicht an irgendeine Moral gebunden oder muss sich auf eine bestimmte Art verhalten.
Der Film bereitete mir die bis jetzt größte Herausforderung: der Film ist sinnlich, er ist dramatisch, ist emotional und philosophisch. Durch das Spielen dieser Rolle habe ich viele Veränderungen auf vielen Ebenen durchgemacht; ich wurde arrogant, anmaßend, sagte zu irgendwem was ich wollte und dann kehrte ich um, übte Meditation, Kampfkunst und Zen-Trommeln.«
Zu den körperlichen und geistigen Veränderungen, die Sid auf dem Berggipfel durchmacht, kommt eine weitere entscheidende Ebene in Sids Beziehung zu seinem Vater Kwan. »Vater-Sohn Beziehungen sind ein altes Paradox von Liebe und Konflikt. Jede Kultur hat ihre eigenen Besonderheiten und jede Familie ihre eigene Geschichte«, sagt Bi. »Traditionell ergreift der chinesische Vater eher Partei für den Außenstehenden und beschuldigt und bestraft immer zuerst seinen Sohn. Das führt zu großer emotionaler Verwirrung für das Kind.«
»Die Vater-Sohn Beziehung ist sehr einfühlsam erzählt,« findet Chan. »Sid fürchtet und verehrt seinen Vater. Ich könnte mich meinem echten Vater gegenüber nie ungezogen verhalten, er würde mir den Hintern versohlen. Aber dafür kann ich meine rebellische Seite an Tony Leung, meinem Vater auf der Leinwand, abarbeiten.«