„Für die Rolle Brunos, des Sohns des Lagerkommandanten, sahen wir uns hunderte junger Darsteller an”, so Regisseur Mark Herman. „Das erste Video, das ich bekam, war von Asa Butterfield, und er war der dritte Junge, der für die Rolle vorsprach. Ich hielt ihn für fantastisch. Trotzdem suchten wir weiter, denn wir wollten sichergehen, und nichts unversucht lassen. Letztlich kamen wir aber zu ihm zurück, denn das Entscheidende war, ein Kind zu finden, das den Blick halten kann. Und genau das tut Asa. Er hat genau die Mischung aus Neugier und Unschuld, die die Rolle erfordert. Und außerdem besitzt er einen unwiderstehlichen, aufmerksamen Blick.”
„Mark half mir viel, indem er mir sagte, wann ich was tun soll”, meint der zehnjährige Asa Butterfield ganz sachlich. „Das Einzige, was ich nicht mag, ist Szenen ständig von neuem zu wiederholen, aber darum geht’s wohl beim Filmemachen.” Bevor er die Rolle bekam, waren ihm die historischen Zusammenhänge der Geschichte nur teilweise bekannt. „Einiges wusste ich schon, aber ich hatte keine Ahnung, dass man das den Holocaust nennt. Als ich das Drehbuch las, musste ich beinahe weinen.”
Shmuel, der jüdische Junge auf der anderen Seite des Zauns, wurde mit Jack Scanlon besetzt: „Ich sah dafür hunderte von Jungen, und er war einer der letzten”, so Mark Herman. „Jack kann dich bewegen, ohne dabei sentimental zu wirken. Er besitzt eine natürliche Würde. Aber ich musste mich auch davon überzeugen, dass die Chemie zwischen ihm und Bruno stimmte. Letztlich kamen drei Jungen in die engere Wahl, die wir jeweils mit Asa zusammen spielen ließen, und er und Jack passten am besten.”
Die Rolle des Shmuel war das Filmdebüt für den achtjährigen Jack Scanlon. Seine Kurzversion der geschichtlichen Ereignisse zeugt von einem genauen Verständnis für das Leid der Opfer: „Die Deutschen verloren im Ersten Weltkrieg vernichtend gegen die Engländer. Also rächte sich Hitler an ihnen, indem er alle Juden und alle Menschen, die gegen ihn und seine Landsleute waren, in diese Dinge namens ,Ghetto` steckte. Danach brachte man sie in die Lager. Bruno glaubt, es hätte damit zu tun, weil die Juden die besten Arbeiter seien. Aber Hitler steckt sie dorthin, um sie zu bestrafen. Andererseits kann das keine Bestrafung sein. Was hatten sie denn Schlimmes getan?”
Für die Rolle von Brunos Schwester Gretel wählte Herman die junge Schauspielerin Amber Beattie. „Bei den Vorsprechterminen war sie umwerfend”, erinnert sich der Regisseur. „Wie schon Asa für seine Rolle wurde auch Amber der Maßstab für alle anderen Bewerberinnen. Und keine davon konnte ihr das Wasser reichen. Sie war allen weit voraus. Amber besitzt eine mutige Direktheit, und als Gretel gelingt es ihr im Lauf der Handlung, unsere Sympathien zu behalten, obwohl sie Bruno verachtet und der Verlockung der Hitlerjugend erliegt.”
Amber Beattie gehört als Teenager zum Zielpublikum für DER JUNGE IM GESTREIFTEN PYJAMA. Sie weinte bei der Lektüre des Buches und als sie den fertigen Film zum ersten Mal sah, nahm sie eine ebenso einfache wie entscheidende Botschaft mit: „Ich denke, die Lehre des Films besteht darin, dass man keine vorgefertigte Meinung von anderen Menschen haben und jeden als gleichwertig behandeln soll. Denn tatsächlich ist doch jeder genauso wie du.”
Produzent David Heyman war beeindruckt, welch enge Beziehung Herman zu seiner Besetzung aufbaute. Ganz besonders schätzte er die Fähigkeit des Regisseurs, mit seinen jungen Schauspielern zu kommunizieren. „Es ist sehr leicht, sie nachgiebig oder von oben herab zu behandeln”, so Heyman. „Aber bei Mark war das anders. Er behandelte die Kinder als reife Menschen mit eigenen Gedanken und Ideen, er erwies ihnen den Respekt, den sie verdienten, und sie reagierten entsprechend. Ich denke, sie erkannten, dass sie bei etwas Ernsthaftem und Dramatischem mitwirkten, bei etwas, was ihren Einsatz und ihre Aufmerksamkeit erforderte und Nutzen und Wert hatte. Deshalb gingen sie mit dem gleichen Respekt, den Mark ihnen zeigte, an die Arbeit. Mark Herman ist ein sehr teilnahmsvoller Regisseur – er hat echtes Mitgefühl mit den Charakteren, über die er schreibt, und den Schauspielern, die er führt.”
Die amerikanische Schauspielerin Vera Farmiga spielt Elsa, die Mutter Brunos und die Frau des Kommandanten. Regisseur Mark Herman setzte besonders auf die chamäleonhaften Fähigkeiten, mit denen sie schon Martin Scorsese und Anthony Minghella für sich eingenommen hatte: „Vera versinkt total in ihren Rollen. Deshalb fasziniert sie mich als Schauspielerin. In jedem Film, den ich von ihr gesehen habe, ist sie ganz anders. Jeden Morgen kam sie als eine Dame aus den 40ern ans Set – keine Spur mehr von Vera Farmiga. Sie hat ein sehr europäisches Aussehen und ist eine wunderbare Schauspielerin. Sie vermittelt den moralischen Zwiespalt der Kommandantengattin, die erst allmählich von den Gaskammern erfährt, und verleiht dieser Figur Menschlichkeit und Mitgefühl. Vera und ihr Partner David Thewlis hoben den Film auf ein Niveau, das nicht einmal ich erwartet hatte.”
Vera Farmiga recherchierte intensiv für ihre Rolle. In die Interpretation der Elsa floss die Lektüre vieler Tagebücher und persönlicher Aufzeichnungen ein: „Das ist eine Art Kompilation aller Frauen des Dritten Reiches, von Hitlers Schwester Paula über Magda Goebbels und Emmy Göring bis hin zu Leni Riefenstahl. Ich studierte auch ausführlich den Kult und die Propaganda der Mutterschaft, und was das für die Frauen von damals bedeutete – wie sie als Mütter sein wollten und wie ihre gesellschaftliche Stellung aussah.”
„In gewissem Sinne ist Elsa die Hüterin des Zaunes. Sie hat den Auftrag, seine Existenz und die Welt dahinter zu verbergen. Als Bruno ihn trotzdem entdeckt, besteht ihre Mission darin, ihn von weiteren Erkundungen abzuschrecken”, so Farmiga. „Es gibt im Roman eine Dialogzeile, die den Schlüssel zu ihrem Charakter enthält. Kurz nachdem sie in ihrem neuen Heim beim Lager angekommen sind, sagt Bruno: ‘Ich glaube, das war eine schlechte Idee.’ Und seine Mutter antwortet: ‘Es ist nicht unsere Aufgabe, dies zu beurteilen.’
Farmiga weiter: „Elsa denkt nicht für sich selbst, so Farmiga weiter, und sie grübelt schon gar nicht tiefer nach. Sie entscheidet sich für einen Zustand des Vergessens und sorgt sich nur um die Sicherheit ihrer Familie und ihrer Stellung in der Gesellschaft – alles Weitere liegt jenseits ihres Horizonts. Sie ist eine Komplizin und Unterstützerin der Ideale ihres Mannes, seiner Sehnsüchte, seiner Moral und Bestrebungen. Aber als sie langsam ihre Augen für das Geschehen öffnet und selbst Nachforschungen anstellt, schwinden Zärtlichkeit, Vertrauen und Respekt für ihren Mann kontinuierlich. Letztlich bezieht sie Position und sagt Nein!. Sie verurteilt diese Taten. Und sie wirkt sogar auf ihren Mann ein, damit auch er das Böse erkennt, für das er verantwortlich ist. Doch dafür ist es zu spät. Am Schluss kostet ihre Weigerung, die Realität vor ihrer Nase – das heißt, die Geschehnisse diesseits und jenseits des Zaunes – zu sehen, ein Menschenleben. In gewissem Sinne ist sie für das Schicksal ihres Kindes verantwortlich. Sie spürt manches intuitiv, sie weiß, dass hier Menschen furchtbar misshandelt werden. Aber sie sieht nicht näher hin. Sie will es nicht, denn damit würde ihr Ehemann in die Sache verwickelt – und damit sie selbst.”
Farmiga glaubt, dass der Film das moderne Publikum in vielfacher Hinsicht fesselt und herausfordert: „Elsas Charakter mit der anfänglichen Gleichgültigkeit, Apathie und Ignoranz deutet auf eine entscheidende Frage: Wie konnten so viele Menschen vor den Augen der Welt ermordet werden, ohne dass jemand davon wusste? Und das geschieht auch heute noch auf der ganzen Erde. Die Geschichte könnte auch im Irak, in Afghanistan, im Kosovo oder in Darfur spielen. Rassenhass gibt es überall.”
David Thewlis spielt Brunos Vater, den Lagerkommandanten. „Ich habe ihn schon immer bewundert”, so Herman. „Er hat eine der kompliziertesten Rollen im ganzen Film, denn in der ersten Hälfte muss er wie ein liebevoller, menschlicher Vater wirken. Gleichzeitig weiß das Publikum, wer dieser Vater wirklich ist. Jenes normale Familienleben zu spielen, ist sehr schwierig. David ist fantastisch darin, diese warme, menschliche Seite zu vermitteln. Aber gerade deshalb fragt man sich, ob nicht jeder Familienmensch wie er eine verborgene dunkle Seite hat.”
„Das Besondere an dem Drehbuch ist, dass es das Geschehen aus einem deutschen Blickwinkel zeigt – den Augen eines deutschen Kindes. Am Anfang sieht es so aus, als könnte der liebende Vater, den ich spiele (und dessen wahre Aktivitäten sofort klar sind), auch imstande sein, Mitgefühl zu zeigen”, so David Thewlis. „Die Herausforderung besteht nicht darin, einen zweidimensionalen bösen Klischee-Nazi zu spielen. Bei meinen Recherchen habe ich herausgefunden, dass die Züge meiner Figur sehr stark auf Tatsachen basieren. Wir sagen im Film nicht, um welches Lager es sich hier handelt. Offensichtlich ist es nicht Auschwitz, denn dann wäre ich Rudolf Höß, der seine fünf Kinder mitten im Lager in Sichtweite der Krematorien aufzog. Und der Kommandant im Film ist auch nicht Joseph Goebbels, der seine sechs Kinder am Ende des Krieges in den Bunker mitnahm, um sie gemeinsam mit seiner Frau zu vergiften und sich dann mit ihr umzubringen. Unsere Geschichte ist durchaus plausibel. Sie ist Fiktion, aber auf realen Ereignissen begründet. Wir haben nur die Distanz zwischen unserem ‘Film’-Haus und dem Lager vergrößert, während sie in Wirklichkeit nur wenige Meter voneinander entfernt lagen.”
„Schon seit Jahren habe ich nicht mehr so genau für einen Film recherchiert wie für diesen, denn hier spürte ich ein enormes Pflichtgefühl”, so Thewlis weiter. „Normalerweise nehme ich jemanden aus meinem eigenen Leben, jemanden, den ich irgendwann getroffen habe, und denke mir: Jene Person könnte wie diese Filmfigur sein. Wie kann ich ihre Charakteristika übernehmen? Doch mir ist noch nie jemand begegnet, der meinem Charakter in diesem Film im Entferntesten ähnelt. Es ist einfach unvorstellbar: Wie kann jemand ein liebender Vater sein – ich bin mir sicher, dass er das ist – und sich gleichzeitig nach dem Frühstück von seinen Kindern verabschieden, sprichwörtlich nach nebenan gehen und seinen Tag inmitten dieser schrecklichen, schrecklichen, schrecklichen Grausamkeiten verbringen? Wie ist so eine geistige Haltung möglich?”
Thewlis las viele persönliche Dokumente der Theoretiker und Täter der “Endlösung”, um sich auf seine Rolle als Lagerkommandant vorzubereiten: „Man gab mir einen Brief, den Rudolf Höß kurz vor seiner Hinrichtung geschrieben hatte. Der Text lag bei mir zuhause auf dem Küchentisch herum, als ein paar Nachbarn vorbeischauten. Ich hatte ihnen nicht gesagt, auf welche Rolle ich mich vorbereitete. Sie lasen diesen Brief und als sie ihn beendet hatten, meinten sie: ‘Was für einen wunderschönen herzzerreißenden Brief hat dieser Mann seinen Kindern geschrieben! Wer war das? Lag er im Sterben? War er krank?’ Und ich antwortete: ‘Oh ja, er war SEHR krank!’ Gleichwohl, dieser Brief wurde von jemandem verfasst, der eine intensive Liebe zu seinen Kindern empfand. Das Ganze liest sich berührend, fast poetisch. Versuchen Sie mal, ein menschliches Wesen zu verstehen – ein sensibles menschliches Wesen, aber eines, das zu so etwas imstande ist! Natürlich ist es für mich völlig unvorstellbar, seine Taten zu rechtfertigen oder zu verzeihen. Dennoch bestand meine Aufgabe darin, die Menschlichkeit in ihm zu finden und ihn und seine Komplizen nicht als Monster zu sehen – so wie das Klischee nun einmal aussieht. Das waren Menschen. Und es gibt auch heute noch Leute, die genau wie er sind.”
„Ich finde DER JUNGE IM GESTREIFTEN PYJAMA auf vielen Ebenen interessant”, so Thewlis. „Es gibt meine Rolle, die klar definiert ist, dann gibt es die Figur meiner Frau, die zwar die Existenz des Gefangenenlagers akzeptiert, aber langsam begreift, dass ich eigentlich an einem Völkermord beteiligt bin, und wir sehen die Auswirkungen, die das auf unsere Ehe hat. Hinzu kommt meine Tochter Gretel, die von den schönen Reden über Politik und das große Vaterland verführt wird. Ihr Flirt mit dem jungen Soldaten ist beinahe eine ideologische Verführung. Ihr Vater steht voll hinter dem Reich, während ihre Mutter gegen alles ist, wofür der Faschismus steht, und sich offen dazu äußert. Innerhalb einer Familie haben wir also fünf, sechs verschiedene Perspektiven, und diese werden im Lauf des Films weiterentwickelt. Und dann gibt es natürlich Bruno, dessen Standpunkt sich im Verlauf der Geschichte mehrmals ändert. Man kann den Film also auch als eine Fabel über den Zerfall einer Familie betrachten, und genau darin besteht hoffentlich die Strafe für die Sünden des Vaters.”
Für die Rolle des Leutnants Kotler wählte Mark Herman den jungen englischen Schauspieler Rupert Friend. „Er ist einer der Darsteller, die beide Seiten des Spektrums zeigen können”, so Herman. „Er kann sehr böse und gemein spielen. Und in dieser Rolle ist er sehr gemein. Seine Leistung ist fantastisch und packend – er flößt einem Furcht ein und ist dabei auf gefährliche Weise verführerisch. Wir verstehen, dass sich ein Mädchen in Gretels Alter zu ihm und dem, was er verkörpert, hingezogen fühlen könnte. Gleichzeitig zeigt Rupert auch die extreme Verletzlichkeit des Leutnants, als ihn der Vater beim Abendessen ins Verhör nimmt.”
Leutnant Kotler ist der Katalysator für Gretels romantische Begeisterung für die Nazi-ideologie (die Sir Hugh Trevor-Roper in denkwürdigen Worten als „gewaltiges System von bestialischem nordischem Unsinn” beschrieb) und für das Ende der Ehe des Lagerkommandanten. Friend beschreibt seine Figur als Mitglied des „inneren Kreises” der Familie: „Kotler verrät der Mutter, dass im Lager die Leichen der Juden verbrannt werden. Und der Vater gibt ihm deshalb die Schuld am völligen Zerfall seiner zuvor glücklichen Familie. Natürlich ist der Vater derjenige, der diese Grausamkeiten leitet, aber er macht Kotler verantwortlich, da seine Frau vorher nichts davon wusste. Das ist auch das Ende für Kotlers Karriere, denn der Vater kommandiert ihn an die Front ab, was einem Todesurteil gleichkommt.”
Wie seine Filmpartner studierte auch Friend für seine Rolle Augenzeugenberichte und viele andere Dokumente, selbst wenn sie nur einen kurzen Einblick in die Denkweise der Mörder vermittelten: „Das ist ein sehr sensibles Thema, und aus diesem Grund mussten alle Beteiligten sehr sensibel damit umgehen. Meine Hauptherausforderung bestand darin, die Geisteshaltung der Nazis zu verstehen. Wie konnte jemand dem Befehl gehorchen, sich blindlings und ohne zu fragen an einem Völkermord zu beteiligen? Unter anderem las ich die Biografie des Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß und die wunderschönen Memoiren eines Mädchens, das auf Hitlers Berg lebte. Ich studierte auch Bücher über die Psychologie des Krieges und wie Soldaten dazu kommen, jemanden umzubringen. Das Schreckliche bei diesen Verbrechern ist, dass es sich hier um Menschen handelte – echte, denkende, atmende Männer. Sie waren nicht geistesgestört. Sie hatten vielleicht nicht die gleichen moralischen Maßstäbe wie wir, aber sie waren trotzdem nichts anderes als normale Männer. Und auch wenn wir für sie keine Sympathie hegen, so sollten wir das doch anerkennen. Denn das gemahnt uns an die Tatsache, dass wir zu jeder Zeit nur einen Schritt von solchen Gräueltaten entfernt sind.”
Wie Romanautor John Boyne hatte auch David Hayman, der Darsteller des sanften Häftlings und Küchengehilfen Pavel, Auschwitz besucht: „Vor vielen, vielen Jahren war ich mit einem Theaterensemble auf einer Tournee durch Polen, und dabei fuhr ich nach Auschwitz. Das machte einen außerordentlichen, tiefen Eindruck auf mich. Es heißt, dass in Auschwitz weder Vögel singen noch Blumen wachsen. Und das ist kein Klischee. Es ist wahr. Du kommst da raus, und irgendetwas haftet an dir fest. Du willst etwas tun, irgendetwas, um den Schrecken, den du fühlst, abzustreifen. Ich finde, man sollte jedes Schulkind auf diesem Planeten nach Auschwitz bringen und ihm sagen: ‘So sieht der Horror aus, den ein Mensch dem anderen antun kann. Das ist es, wozu wir imstande sind und was nie wieder geschehen darf. Doch leider tut es das. Es geschieht auch jetzt gerade.”