Jakob (Robert Stadlober) scheint ein bestimmtes Ziel zu verfolgen. Er läuft durch den Wald und erreicht eine große Wiese, eine Piste, auf der gerade ein Segelflugzeug landet, dem er sich direkt in den Weg stellt. Er wird von dem landenden Flieger leicht gestreift; und fällt zu Boden. Martin (Sylvester Groth), der Pilot, lässt seiner Wut und seiner Besorgnis freien Lauf. Doch Jakob beruhigt ihn - es geht ihm gut und er möchte nur mit dem Auto bis zum Waldrand gebracht werden.
Jakobs Freundin Manu (Maja Schöne) hat derweil die sterbenskranke Frau Katz liebevoll zu Bett gebracht, die ihr dankbar anbietet, ihren Freund doch einmal mitzubringen.
Manu und Jakob campieren in einem einfachen Lager im Wald. Beim Morgenkaffee erzählt Jakob von seinem Erlebnis auf dem Flugplatz und davon, dass er das Gefühl habe, auf der richtigen Spur zu sein. Es zieht ihn zurück zum Hangar. Dort trifft er tatsächlich Martin wieder, sie kommen ins Gespräch, sie fachsimpeln und freunden sich an. Darauf hin lädt Martin Jakob zum Abendessen mit seiner Frau Claudia (Corinna Kirchhoff) zu sich nach Hause ein. Jakob genießt die Gesellschaft der beiden Erwachsenen. Martin erzählt von seiner Zeit als Manager bei einem Energiekonzern und davon, wie er damals seine Familie vernachlässigt hat. Aber Claudia findet Martins Offenheit gegenüber dem Fremden entschieden zu intim. Sie bittet Jakob zu gehen.
Manu hat bereits geahnt, dass es mit diesen Leuten nicht leicht sein würde. Mit ihrem letzten Geld leisten sich Jakob und Manu ein Duschbad in der öffentlichen Badeanstalt und besuchen anschließend gemeinsam die alte Frau Katz. Die bedankt sich für die fürsorgliche Pflege, doch Manu erwidert lässig, sie würde ja dafür bezahlt.
Jakob hilft Martin bei der Restaurierung seines alten Segelflugzeuges und Martin gesteht später seiner Frau, dass er fühlt, der Junge könnte nach dem Tod ihres Sohnes ihrem gemeinsamen Leben einen neuen Sinn geben.
Und Jakob geht auf das Angebot der beiden ein. Er zieht in das Zimmer des verstorbenen Sohnes, joggt mit Martin, darf das Familienauto fahren und nimmt am Familienleben teil. Er erfährt von der engen Beziehung, die zwischen Vater und Sohn bestanden hat und ist sich endgültig sicher, auf dem richtigen Weg zu sein.
Doch Claudia fühlt sich in der neuen Situation unbehaglich und bittet Jakob eindringlich, das Vertrauen ihres Mannes nicht zu enttäuschen.
Das Camp im Wald ist zerstört, als sich Manu und Jakob dort wieder treffen. Ein abgewiesener Verehrer Manus hat sich gerächt. Sie verstauen die traurigen Reste in einem Schließfach am Bahnhof und ihre Wege trennen sich. Jeder wohnt ab jetzt bei seinem „Arbeitgeber“.
Eines Morgens findet Manu die alte Dame tot in ihrem Bett. Sie ist schockiert und unfähig, etwas Sinnvolles zu tun. Wie immer, wenn die Dinge zu kompliziert werden, möchte sie am liebsten mit Jakob einfach abhauen. Doch der reagiert ganz pragmatisch und bittet Manu, noch ein paar Tage die Wohnung mit der Toten zu teilen, denn so kurz vor dem Ziel könne er auf keinen Fall weg. Stolz präsentiert er Manu die ersten 200 Euro, die er bei seinen neuen „Eltern“ verdient hat. Doch sie will nur noch fort, an einen Ort an der Küste, in dem es vor einsamen Menschen nur so wimmeln soll.
Aber Jakob lässt die Freundin allein und kehrt unbeeindruckt zu „seiner Familie“ zurück.
Die sonst so unerschrockene Manu ist am Ende ihrer Kraft. Sie verabschiedet sich von der Toten, verlässt die Wohnung und meldet der Polizei anonym den Leichenfund aus der Telefonzelle.
Bei seinen neuen Auftraggebern trägt Jakob derweil die Kleidung des verstorben Sohnes und geht damit einen Schritt zu weit: Claudia ist außer sich und verlangt von Martin, Jakob in seine Schranken zu weisen. Die Spannungen zwischen den Dreien nehmen zu, bis Claudia Jakob eröffnet, dass sie den Verlust ihres Sohnes einfach noch nicht überwunden haben und ihn bittet zu gehen. Selbstverständlich würden sie ihn bezahlen. Jakob ist von einem Moment auf den anderen aus dem Nest gefallen.
Manu wohnt inzwischen in einer kleinen Pension und Jakob gesteht ihr seinen Fehler. Jetzt ist sie es, die pragmatisch reagiert: 300 Euro Abfindung sind doch großartig und es ist endlich Zeit weiter zu ziehen. Sie will Jakobs Veränderung nicht verstehen und beschimpft ihn als heillosen Egoisten. Er antwortet mit leidenschaftlichen Küssen, aber sein Entschluss steht fest: Er muss noch einmal zurück.
Jakob will mit Martin den Segelflieger zu Ende bauen! Voller Elan stürzen sie sich in die Arbeit. Der Jungfernflug versetzt Martin, Jakob und auch Claudia in eine euphorische Stimmung. Die Spannungen der letzten Wochen scheinen verflogen. Manu in ihrem schäbigen Pensionszimmer kann Jakobs neue Höhenflüge nicht nachvollziehen.
Die „Familie“ sitzt beim Abendessen, als Manu vor der Haustür steht und sich als Jakobs Schwester vorstellt. Zwar freuen sich Claudia und Martin, mehr über Jakobs Familie zu erfahren, aber Manu provoziert ihren Freund so, dass der sich in sein Zimmer zurückzieht. Manu folgt ihm und erinnert ihn an ihre Vereinbarung, gemeinsam an den Küstenort zu ziehen. Doch Jakob erklärt kraftlos, dass er nicht weg könne, weil diesmal alles anders sei.
Bevor Jakob das Lügen beenden kann, stehen zwei Polizisten in der Tür, die Martin mit einem Foto, das die alte Frau Katz gemeinsam mit Jakob und Manu zeigt, konfrontieren. Nein, sagt Martin, er kenne niemanden auf dem Bild. Aber er ist mit seiner Geduld am Ende und stellt Jakob zur Rede: ‚Was habt ihr mit der alten Frau gemacht, wer ist Manu und was habt ihr mit Claudia und mir vorgehabt?’ Gegenseitig werfen sie sich vor, sich in das Leben des anderen eingeschlichen und die Situation für sich ausgenutzt zu haben. Als Martin ihn schließlich ohrfeigt, flüchtet Jakob und rast mit Martins Kleintransporter davon.
In ihrem alten Camp im Wald findet er Manu. Gemeinsam fahren sie durch die Nacht.