Susos Turm ist meine erste Filmregie: und ich werde es damit wohl nicht zur Regielegende schaffen, da ich weder mein Blut für das Filmmaterial verkaufen musste noch die Schauspieler meine Freunde aus der Nachbarschaft waren.
Ich konnte meinen ersten Film genau so machen, wie ich wollte: mit den Schauspielern, die ich wollte, und mit der bedingungslosen Unterstützung meiner Produktion, die das Projekt wirklich vom Drehbuch bis zum letzten Schnitt super begleitete. Deshalb befürchte ich, dass meine Initiation in die Welt des spanischen Kinos eher einem reichen Erben denn einem unabhängigen Filmemacher entspricht. Ich konnte das machen, wonach sich jeder Filmregisseur, Neuling oder nicht, sehnt: von einem großartigen Team umgeben zu sein, das es ihm ermöglicht, sich ohne Druck darauf zu konzentrieren, die Geschichte zu erzählen und die Arbeit mit den Schauspielern zu genießen.
Susos Turm ist das Ergebnis einer solchen Erfahrung und ich glaube, dass unsere gemeinsame Anstrengung es ermöglichte, den Film zu machen, den ich im Kopf hatte: eine Komödie zur Unterhaltung der Kinogänger. Nicht mehr und ... nicht weniger.
Die Geschichte erzählt die Abenteuer einer Gruppe von Freunden aus den asturischen Kohlefeldern, die alle auf die Vierzig zugehen, und die sich, nachdem einer von ihnen gestorben ist, gezwungenermaßen ihren vergangenen und gegenwärtigen Geistern stellen müssen. Dabei erinnern sie sich, warum sie Freunde sind. Davon handelt Susos Turm - vom Erinnern: erinnern, wer du bist, woher du kommst, warum du deine Eltern liebst oder wie nett es ist, sich zu verlieben. Manchmal vergessen wir die einfachsten Dinge im Leben, eben jene, die das Leben aufregend und spaßig machen.
Ich weiß nicht, wie andere Dreharbeiten sind, aber ich genoss das Drehen von Susos Turm vom ersten bis zum letzten Tag. Und dafür sind in starkem Maße die Schauspieler verantwortlich: Javier Cámara, Gonzalo de Castro, Malena Alterio, Emilio Gutiérrez Caba, Mariana Cordero, César Vea, José Luis Alcobendas und Fanny Gautier, die sowohl auf der persönlichen als auch der professionellen Ebene so großzügig waren und deshalb alles so viel leichter machten – vor allem für einen Erstlings-Regisseur.
Ich hoffe, die Zuschauer entscheiden sich für eine vergnügliche Zeit mit Susos Turm, und haben beim Anschauen des Films genauso viel Spaß wie wir beim Machen.