Freitag | 01. Juni 2012 | 00:19 Uhr
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    Komödie | USA 2010
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      • Eigentlich ist Olive Penderghast ein recht durchschnittliches Mädchen, schon allein im Gegensatz zu ihrer besten Freundin Rhiannon. Neben einer respektablen Oberweite ist diese auch mit einer ziemlich großen Klappe gesegnet. Um Rhiannon bei Laune zu halten und deren nicht nachlassende Sensationsgier zu befriedigen, erzählt Olive, dass sie am Wochenende ihre Jungfräulichkeit an einen College-Studenten verloren habe. Was an dem besagten Wochenende tatsächlich vorgefallen ist – nämlich so gut wie nichts –, ist in einer kurzen Rückblende zusammengefasst: Zu einer Glückwunschkarte, die geöffnet den laut Olive übelsten Song aller Zeiten abspielt, singt und tanzt sie durch ihr Zimmer, bis am Sonntagabend die Batterien schließlich ihren Geist aufgeben. Einziger Zuschauer dabei ist der Familienhund.

        Ihr falsches Geständnis legt Olive auf der Schultoilette ab, die beiden Freundinnen sind dabei scheinbar ungestört unter sich. Doch kaum steht die Lüge im Raum, tritt aus einer Kabine Marianne: Die selbst ernannte Schulmissionarin fühlt sich befleißigt, an der Ojai North Highschool Gottes Werk in Wort und Tat zu verbreiten. Sie hat jedes Wort mitgehört und ist entsetzt von Olives Sündenfall. Die Blicke der anderen Schüler sprechen Bände. Über Facebook und Twitter, per SMS und Mundpropaganda verbreitet sich die Kunde von Olives lästerlichem Tun rasend schnell an der Schule. In die Webcam ihres Computers spricht Olive ihre wahren Gedanken zu den sich überschlagenden Ereignissen. Über Olive vor ihrer Webcam rollt sich im Rückblick auch die Geschichte auf, die sie selbst in fünf Kapitel einteilt.

        Zunächst erschrickt Olive darüber, wie schnell sich das Gerücht verselbstständigt. Die kluge Schülerin, ein Liebling ihres Englischlehrers Mr. Griffith, fühlt sich gleich an die Ehebrecherin Hester Prynne aus Nathaniel Hawthornes „Der scharlachrote Buchstabe“ erinnert. Den Roman nimmt Olives Klasse gerade im Englischunterricht durch. Olive weiht ihre liberalen Eltern in die Vorgänge ein, die ja ohnehin wissen, dass ihre Tochter das besagte Wochenende zu Hause auf ihrem Zimmer verbracht hat. Und auch, als es dicker und dicker kommt, kann sie sich voll auf das Vertrauen ihrer Eltern Rosemary und Dill Penderghast verlassen.

        Auf einer Anhöhe über dem Städtchen sitzen Olive und Rhiannon auf einer Motorhaube und blicken über das liebliche Tal mit seinen Orangenhainen, in das sich Ojai schmiegt. In dieser trauten Zweisamkeit könnte Olive ihre Lüge problemlos klarstellen – aber sie tut genau das Gegenteil: Sie hält sie aufrecht. Denn inzwischen hat sie Gefallen an ihrem neuen Ruf gefunden.
        Weil Olive eine Mitschülerin in ihrer neu gewonnenen Freiheit als Schulschlampe mit einem Schimpfwort belegt, muss sie beim strengen Schuldirektor vorsprechen und wird zu diversen Reinigungsarbeiten verdonnert – ebenso wie Brandon, der damit zu kämpfen hat, dass er wegen seiner Homosexualität an der Schule als Außenseiter abgestempelt wird. Die beiden freunden sich an. Kurz darauf taucht Brandon bei Olive zu Hause auf und bittet sie um Hilfe. Er möchte so gerne beliebt sein und ist überzeugt davon, dass er rehabilitiert ist, wenn er seine Jungfräulichkeit auf heterosexuelle Weise verliert – sprich mit Olive in einem denkbar öffentlichen Rahmen. Olive lässt sich dazu überreden. Auf einer Privatparty in einem schicken Haus mit Pool, auf der die halbe Schule feiert, ziehen sich die beiden so auffällig wie möglich in das Schlafzimmer der Gastgeberin zurück. Dort springen sie auf dem Bett herum, klatschen und donnern gegen die Wand, stöhnen und schreien, während die versammelten Partygäste vor der Tür lauschen. Als Brandon das Schlafzimmer verlässt und durch das Spalier der Zuhörer schreitet, ist er ein gemachter Mann. Woodchuck Todd, der das Schulmaskottchen (zuerst einen Teufel, dann auf religiöses Betreiben hin ein unverfängliches Murmeltier) bei Schulsportereignissen verkörpert, taucht auch noch kurz auf der Party auf, aber Olive lässt ihn stehen und geht nach Hause. Die beiden kennen sich schon seit vielen Jahren.

        Olive geht jetzt immer offensiver mit ihrem wachsenden Ruhm um. Sie legt sich ein sexy Outfit zu und heftet an ihre schwarze Spitzenkorsage ein knallrotes A, – wie Hester Prynne, die in Hawthornes Roman allerdings gezwungen wird, den scharlachroten Buchstaben wegen des Ehebruchs auf der Brust zu tragen. Das Blatt scheint sich für Olive nichtsdestotrotz zu wenden. Der christliche Arbeitskreis an der Schule unter der Leitung von Marianne plant eine Gegenkampagne. Olives Lieblingslehrer Mr. Griffith ist von ihrer Veränderung konsterniert und bittet seine Frau, die Schulpsychologin, mit ihr zu reden. Ein dicker Außenseiter spricht Olive an, der von Brandon die wahre Geschichte gehört hat. Auch er möchte sich zu gern von ihr helfen lassen. Sie lehnt erst entrüstet ab, hat aber dann doch Mitleid mit ihm – allerdings bietet sie ihre ‚Dienste‘ dieses Mal nicht ganz umsonst an. Ihr Ruf bekommt einen neuen Feinschliff: Bei Olive Penderghast, so geht das Gerücht nun, gibt es Sex gegen Geld.

        Von der Schulpsychologin Mrs. Griffith bekommt Olive eine Handvoll Kondome aufgedrängt. Olive kann Mrs. Griffith die Wahrheit nicht erzählen, weil diese sie nicht zu Wort kommen lässt. Dafür freundet sich Olive mit ihrer Erzfeindin Marianne an. Bei Mariannes Freund, einem nicht gerade hellen, bereits über zwanzigjährigen Schüler, stellt sich unterdessen heraus, dass er an einer Geschlechtskrankheit leidet. Mit den Chlamydien, so muss Olive als Einzige erfahren, hat ihn Mrs. Griffith angesteckt. Und wieder meldet sich Olives Helferkomplex: Sie opfert sich und behauptet, Mariannes Freund habe die Chlamydien von ihr. So schnell ist es dann auch wieder vorbei mit der ungleichen Freundschaft. Marianne bläst zu wütenden Protesten gegen Olive.
        In ihrer Verzweiflung sucht Olive Trost in Glauben und Kirche. Die Bibel findet sie in der Buchhandlung neben gleich neben den „Twilight“-Büchern; einen Priester, der ihr zuhören würde, findet sie zunächst überhaupt nicht. Schließlich sitzt sie erschöpft vor einem Pastor in dessen Büro – der sich dann als Vater von Marianne herausstellt. Und selbst Olives in ihrem Vertrauen unerschütterliche Eltern fragen beim gemeinsamen DVD-Abend mal kurz nach, ob sie sich nicht vielleicht doch Sorgen machen müssen.

        Endlich bittet ein Mitschüler Olive um ein offizielles Date. Sie freut sich darüber und die beiden gehen zusammen essen in ein Hummer-Schnellrestaurant. An einem Nebentisch hat auch Woodchuck Todd wieder einen Auftritt, diesmal mit einem Hummer-Hut auf dem Kopf: Rhiannon, die mit Olive inzwischen nicht mehr spricht, feiert dort ihren Geburtstag. Schnell verlässt Olive mit ihrer Verabredung das Restaurant – nur um festzustellen, dass dieser Junge tatsächlich Sex von ihr will: gegen Geld! Todd bietet der aufgelösten Olive an, sie nach Hause zu fahren und gesteht ihr im Auto vor ihrer Haustür seine jahrelange Zuneigung.

        Alles soll endlich doch noch gerade gerückt werden. Als Olive versucht, Mr. Griffith die Wahrheit zu erzählen, will ihr das aber nicht so richtig gelingen. Schließlich spricht sie mit ihrer Mutter. Diese erzählt ihr von vergangenen Freizügigkeiten in Highschool-Tagen und so etwas wie Hoffnung scheint auf.

        Vor ihrer Webcam ruft Olive den fünften Teil aus. Mit einem großen Knall soll dem Gerücht der Garaus gemacht werden. So kommt es dann auch: Bei einem Basketballspiel in der Schulturnhalle wendet sich Olive an die versammelte Schülerschaft. Nach einer denkwürdigen Musicaleinlage kündigt sie ein Geständnis an...

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