Donnerstag | 31. Mai 2012 | 17:28 Uhr
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  • Reine Fellsache

    Familie, Komödie | USA 2010
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      • Für Dan Sanders (Brendan Fraser) ist es die Chance seines Lebens: Er wird von seinem Chef Neil Lyman (Ken Jeong), dem Besitzer des Großkonzerns Lyman Enterprises, beauftragt, ein großes Bauprojekt zu leiten. Dafür zieht er mit seiner Frau Tammy (Brooke Shields) und seinem Sohn Tyler (Matt Prokop) für ein Jahr aus Chicago in das abgelegene Kaff Rocky Springs. Eigentlich kein schwieriger Job. Tammy, eine Lehrerin, hat außerdem eine Stelle in der örtlichen Schule gefunden; nur der 15-jährige Tyler ist pampig, dass seine Eltern ihn „in die Wildnis verschleppt“ haben. Doch keiner von ihnen ahnt im Geringsten, welcher Herausforderung sich Dan und seine Familie wirklich stellen müssen: Denn die Waldbewohner haben durchaus etwas dagegen, dass die Menschen ihren Lebensraum besetzen und wehren sich mit allerlei unvorstellbaren Mitteln …

        Dabei fängt alles ganz harmlos an. Ein Eichhörnchen knabbert Früchte vom Blaubeerstrauch, der vor dem pompösen Siedlungs-Musterhaus steht, in dem Dans Familie für die Zeit der Bauarbeiten wohnt. Dan vertreibt das lästige Viech, indem er die Sprinkleranlage einschaltet. Doch das Hörnchen rächt sich auf dem Fuße: Es verpetzt Dan an den Waschbären, den Anführer der Waldtiere. Und der beschließt, sich den menschlichen Neuankömmling einmal genauer anzusehen.

        Bei seiner intensiven Untersuchung des ungebetenen Gastes bekommt er nicht nur mit, dass Dan einen Biberdamm mit Dynamit sprengen lässt. Er erfährt vielmehr von Lymans wahrem Plan, den dieser Dan enthüllt: „Phase 2“ des Rocky-Springs-Projekts sieht nicht bloß eine kleine, sympathische Waldsiedlung vor – der ganze Wald soll für eine riesige Vorstadt platt gemacht werden. Wodurch sich, ganz nebenbei, Dans Einsatz fernab der Heimat auf vier Jahre verlängert. Lyman gibt Dan genau zehn Sekunden, sich zu entscheiden – und der willigt ein.

        Für den Waschbären und die anderen Waldtiere ist nun alles klar: Dan ist ihr Feind! Und mit vereinter Kraft gehen sie gegen ihn vor.
        Massenweise Vogeldreck auf Dans Geländewagen und eine manipulierte Sprinkleranlage, die Dans Anzughose an einer neuralgischen Stelle durchnässt, sind nur der Anfang. Bald fahren die Tiere schwere Geschütze auf, mit denen sie schon Dans Vorgänger losgeworden sind und denen auch Dan nur um Haaresbreite entgeht.

        Doch Dan lässt sich nicht einschüchtern – zu wichtig ist der Auftrag seines Bosses, den er auf keinen Fall enttäuschen kann. Und auf gar keinen Fall dürfen ein paar harmlose Nagetiere seine Karriere ruinieren.

        Die Tiere sind allerdings längst noch nicht fertig mit Dan: In der Nacht treibt ihn eine Krähe zum Wahnsinn, die ständig ans Fenster pocht. Dan steigt aufs Dach, um sie zu vertreiben, rutscht aber aus und kracht mitsamt der Regenrinne zu Boden, wo ihn Tammy und Tyler am nächsten Morgen finden.

        Tammy, die das Verhalten ihres Mannes immer merkwürdiger findet, rät ihm, sich von einem Psychiater untersuchen zu lassen. Dan wiegelt ab – doch im nächsten Moment haben ihn die Tiere schon wieder eiskalt erwischt: Zunächst zieht der Waschbär den Stecker von Dans Hometrainer heraus, so dass er kopfüber vom Laufband fliegt. Dann machen Dans Zähne schmerzhafte Bekanntschaft mit ein paar Eicheln, die in seine Cornflakes gestreut wurden, und schließlich lotst der Waschbär eine Horde Stinktiere in Dans Wagen, die ihre Drüsen betätigen, als er losfährt.

        Tammy hat unterdessen von der Schuldirektorin die Aufgabe aufs Auge gedrückt bekommen, das alljährliche „Forest Festival“ von Rocky Springs zu organisieren, und seither hat sie nichts als Stress. Tyler dagegen hat mehr Glück: In der Bücherei trifft er Amber (Skyler Samuels), die ihn sofort fasziniert. Schade nur, dass Amber passionierte Naturschützerin ist und schon viel von Tylers Vater gehört hat – und definitiv nichts Gutes …

        Dan reicht es mittlerweile endgültig! Rund um das Haus baut er elektrische Tierfallen auf und erklärt seiner Familie, dass die Tiere des Waldes – angeführt vom Waschbären – hinter ihm her seien. Dies hat allerdings nicht den gewünschten Effekt. Tammy schickt Dan stattdessen umgehend zu Psychiater Dr. Burr (Wallace Shawn), der einen Rorschach-Test mit Dan durchführt: Das Einzige, was Dan erkennt, sind wütende Waldtiere. Und damit nicht genug: Durch das Fenster der Praxis sieht Dan, wie sich sein Auto plötzlich scheinbar selbstständig in Bewegung setzt: Waschbär und Stinktier haben es kurzgeschlossen und fegen damit wild über den Parkplatz. Dan versucht, sie aus dem Auto zu vertreiben, doch der Waschbär klemmt ihn mit dem hochgefahrenen Fenster ein und sofort verpasst ihm das Stinktier eine Ladung ins Gesicht.

        Die nächste Eskalationsstufe beginnt: Dan rüstet Haus und Garten mit Überwachungskameras aus. Und siehe da: Gleich in der Nacht geht ihm der Waschbär in die Falle! Triumphierend stürzt Dan nach draußen. Doch in der Falle steckt bloß ein Plüschtier – als Köder. Denn der Waschbär hat seinen Freund mitgebracht: einen riesigen Bären, der Dan über die Baustelle jagt. Dan kann sich gerade noch in ein Mobilklo retten, doch der Bär stößt es um und wirft es mitsamt Dan in den Wipfel eines Baumes.

        Nach seiner Befreiung am nächsten Morgen rastet Dan endgültig aus: Er verfolgt den Waschbären, kann ihn endlich stellen, doch im Nahkampf ringt ihn der Waschbär zu Boden und verpasst ihm einen ordentlichen Satz Backpfeifen. Nur ein gezielter Schuss von Wildhüter Wilson mit dem Betäubungsgewehr rettet Dan und setzt den Waschbären außer Gefecht. Jetzt machen die Leute vom Sicherheitsdienst ernst: Ohne den Waschbären sind die Waldtiere führungslos und werden nach und nach alle eingefangen und weggesperrt. Gerade noch rechtzeitig, denn Neil Lyman hat sich zum „Forest Festival“ angekündigt, das er zu einer großen Werbeveranstaltung für seinen Konzern umfunktionieren möchte.

        Als Amber und Tyler am Morgen des Festivals durch Zufall das Gefängnis der Waldtiere entdecken und Amber daraufhin zornig das Weite sucht, kommt es zur Konfrontation: Wütend stellt Tyler seinen Vater zur Rede und wirft ihm vor, ein Heuchler zu sein. Obwohl Dan zunächst alles bestreitet, hat Tylers Wutausbruch etwas in ihm ausgelöst. Beim Anblick des Tiergefängnisses wird ihm klar, was er angerichtet hat und Dan trifft eine Entscheidung, die seinen Boss Lyman sehr wahrscheinlich nicht glücklich machen wird.

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