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  • Cologne Conference 2007: Die deutsche TV-Industrie

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    Einen Einblick in die TV-Industrie gaben am 28. September auf der "Cologne Conference" Ludwig Bauer (Vorstand und Geschäftsführer Tele München GmbH), Jörg Grabosch (Geschäftsführer Brainpool), Martin Hoffmann (CEO MME Moviement) und Sytze van der Laan (Geschäftsführer Studio Hamburg). Dabei wurde klar, dass die Produzenten unterschiedliche Meinungen vertreten in Bezug auf eigenen Content.

    Martin Hoffmann möchte mit seinem Unternehmen MME Moviement ein Format entwickeln, das nicht nur auf dem deutschen Markt erfolgreich läuft, sondern auch international Potenzial besitzt. Die Produzenten sollten seiner Meinung nach nicht mehr Rechte erhalten, sondern ihr Augenmerk auf die Produktion von eigenen Serien legen. In den letzten zehn Jahren gab es leider kein Format aus Deutschland, das seinen Weg ins Ausland gefunden habe. Daran müsse sich unbedingt etwas ändern.

    Jörg Grabosch hat wiederum ein geringes Interesse daran Formate mit Brainpool zu entwickeln, die auch im Ausland Erfolg haben. Wenn ein Format Interesse im Ausland wachruft ist das schön, aber nicht zwingend erforderlich. Eine Show wie z.B. die „TV Total Stockcar Challenge“ würde wahrscheinlich in Amerika keinen Erfolg haben, auch wenn dort die Sendung “Pimp my Ride” sehr gut läuft. Auch „Schlag den Raab“ hätte wohl keinerlei Chancen auf eine Adaption, da das Ausland nicht noch eine weitere Idee für eine Late-Night-Show benötigt.

    Ludwig Bauer arbeitet nach dem Prinzip „Think local act global“. Der Filmhandelbereich ist ein großes Thema in seinem Unternehmen Tele München GmbH. Eigenen Content zu produzieren ist ihr Hauptaugenmerk. Doch Kinofilme zu drehen ist ein riskantes Geschäft. Deutsche Filme werden von ausländischen Produktionen sehr schnell verdrängt.

    Sytze van der Laan muss sich mit seinem Unternehmen Studio Hamburg keine Gedanken um das Thema machen, da sie finanzielle Sicherheit genießen und sich um Ein- und Verkauf von Sendungen nicht kümmern müssen. Sie produzieren Formate für Privatsender wie z.B. den Nachfolger von „Verliebt in Berlin“ für Sat.1, ein Dokutainment-Format. Trotzdem denkt er, dass es wohl bald wieder erfolgreiche, deutsche Serien geben wird, weil es in der Vergangenheit auch immer solche Wellenbewegungen gab.

Verfasst am 29.09.2007 um 15:00:00 Uhr von Sabrina Brixius RSS Logo Facebook Logo

 
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      • Jörg Grabosch (Brainpool)
        Jörg Grabosch (Brainpool)
        Sytze van der Laan (ndf)
        Sytze van der Laan (ndf)
        Martin Hoffmann (MME Moviement)
        Martin Hoffmann (MME Moviement)

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